Matinee im Zeichen einer Kämpferin - Blog - Regional-Magazin

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Matinee im Zeichen einer Kämpferin

Herausgegeben von in Politik ·
Am Sonntag luden die SPÖ Frauen Oberösterreich in ganz kleinem Kreis zum Neujahresempfang ins Central Linz ein. „Es ist liebgewordene Tradition, beim Neujahrsempfang der SPÖ Frauen OÖ gemeinsam das neue Frauen-Jahr zu beginnen und wir freuen uns, dass wir diese Tradition heuer unter strengen Sicherheitsmaßnahmen wieder aufleben lassen können“, zeigte sich Landesfrauenvorsitzende LAbg. Renate Heitz erfreut. Bundesfrauenvorsitzende und Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Holzleitner betonte in ihren Grußworten, dass die Vorkämpferinnen in der SPÖ-Frauenpolitik, unter anderem Marie Beutlmayr, gemeinsam mit der Zivilgesellschaft und Frauenvereinen die letzten Jahrzehnte viele Fortschritte erreicht haben. Derzeit aber kämpfen wir gegen Rückschritte in der Frauenpolitik. Als Beispiel nannte Holzleitner den Frauenfonds, den die aktuelle Frauenministerin plant. Dieser Fonds entzieht sich jeder parlamentarischen Kontrolle und ist komplett undurchsichtig. „Hier besteht die große Gefahr, dass kritischen Frauenorganisationen ihre Gelder gekürzt werden, obwohl diese ohnedies unter massiven finanziellen Belastungen leiden“, so Holzleitner, „Wir werden hier nicht einfach zusehen, wie öffentliche Gelder in eine Blackbox verschoben werden.“
 
Im Zuge des Empfanges wurde auch die neue Auflage der Marie 2022/23 – ein Nachschlagewerk für Frauen in Oberösterreich präsentiert. „Die Marie ist das Herzstück der SPÖ Frauen Oberösterreich. Sie ist ein übersichtliches, nach Stichworten alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk für Frauen. Neben wertvollen Informationen und Anknüpfungspunkten, beispielsweise wie Rechtsansprüche in verschiedenen Lebenssituationen geltend gemacht werden können, erleichtert die Servicebroschüre den Einblick in undurchsichtige Behördenwege. Außerdem finden sich darin sämtliche Anlaufstellen und frauenspezifische Beratungseinrichtungen aus ganz Oberösterreich“, erläutert Landesfrauengeschäftsführerin Laura Wiednig.
 
Der Name des Nachschlagewerkes „Marie“ erinnert an Marie Beutlmayr. Sie wurde 1870 geboren und begann mit 13 Jahren zu arbeiten. Als Kämpferin für Frauenrechte wurde sie Mitbegründerin des Arbeiterinnen-Bildungsvereins. Schon früh organisierte sie Arbeitskämpfe um höhere Löhne und immer wieder setzte sie sich mutig für die Verbesserung der Arbeitssituation für Frauen ein. Sie starb 1948. Nach einem erfolgreichen Kampf um eine Lohnerhöhung für Frauen sagte Marie: „An diesem Tag habe ich die Freude kennen gelernt, welche jeder empfindet, wenn durch Zusammenwirken ein Erfolg erzielt wird!“ Deswegen gilt sie zu Recht als Pionierin für Arbeiterinnenrechte in Oberösterreich und ist ihr das Buch gewidmet. Zum Neujahrsempfang wollen wir sie gebührend ehren.
 
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eines von der Künstlerin Renate Moran gemalten Portrait von Marie Beutlmayr. Welches die SPÖ Frauen Oberösterreich Dr.in Martina Gugglberger, als Dank für Ihren Einsatz und wissenschaftlichen Recherchen zur Person Marie Beutlmayr überreichten durften. Nicht zuletzt machte das exklusive Stück „Achtung! Therapiepuppe! von Christa Koinig, Gründerin und immer noch Leiterin des Linzer Puppentheaters gemeinsam mit musikalischer Begleitung von Andreas Neubauer den Vormittag perfekt.

Das Nachschlagwerk „Marie 2022/23“ kann ab sofort in jeder SPÖ Bezirksstelle und bei den Landesfrauen abgeholt oder online unter www.frauen.spooe.at gelesen werden.

Foto: © MecGreenie Production



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