Seine Stärke in den Gemeinderäten und die große demografische Herausforderung - Blog - Regional-Magazin

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Seine Stärke in den Gemeinderäten und die große demografische Herausforderung

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Die politische Bedeutung der Generation 60+ in Schärding
Der demografische Wandel hat in den vergangenen Jahren der Generation 60+ zu einer neuen Bedeutung innerhalb der Gesellschaft verholfen. Die Seniorinnen und Senioren wurden zu einer politischen Größe, wie sie es bisher noch nie gewesen sind. Im Bezirk Vöcklabruck waren im vergangenen Herbst 44.300 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt, bei einer Gesamtbevölkerung von 57.500 Personen. Davon gehörten in Schärding 14.400 der Generation 60+ an, dies entspricht einem Anteil von 32,5 % der Wählerinnen und Wähler im Bezirk. Das waren so viele, wie noch nie in der Geschichte des Landes. Der Oberösterreich-Wert für den Seniorenanteil (Durchschnitt aller Bezirke) lag bei 33,3 %. Von den ca. 1,1 Millionen Wählerinnen und Wähler gehörten somit 370.000 der Generation 60+ in Oberösterreich an. „Die Seniorinnen und Senioren nehmen eine immer größere Rolle am Gesamtwähleranteil ein. Daher ist es wichtig, der Generation 60+ jene Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient. Die großen Seniorenthemen, wie beispielsweise die Pflege, die Altersarmut oder auch die Alterseinsamkeit, müssen den Weg von der Agenda zur Umsetzung finden.“, stellt der OÖ Seniorenbund mit Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer BR Mag. Franz Ebner klar.
 
Die Generation 60+ übernimmt Verantwortung in den Gemeinden
„Viele Seniorinnen und Senioren sind auch nach dem Erwerbsleben noch dazu bereit, ihre unmittelbare Umgebung aktiv mitzugestalten und sich um die Anliegen der Gemeindebevölkerung anzunehmen.“, stellt Bundesrat Ebner fest. In den Gemeinderäten der Gemeinden im Bezirk Schärding gibt es 35 Seniorenbund-Gemeinderäte und Ersatzgemeinderäte, die aktiv in die Gemeindepolitik eingebunden sind. „Natürlich vertreten auch Jüngere die Anliegen und Interessen der älteren Bevölkerung sehr gut, aber der Blickwinkel auf ein zu lösendes Problem ist von einem Junggemeinderat anders, als von einem Seniorenvertreter. Daher sind wir stolz darauf, als OÖ Seniorenbund engagierte und kompetente Vertreterinnen und Vertreter in den politischen Gremien zu stellen.“, so Pühringer. Im Frühjahr 2021 hat der OÖ Seniorenbund noch gefordert, flächendeckend in ganz Oberösterreich Seniorenvertreter auf den Gemeinderatslisten zu platzieren. Die aktuelle Situation zeigt, dass diese Forderung zwar nicht lückenlos erreicht wurde, aber das Gewicht der Seniorinnen und Senioren sowie des Seniorenbundes in den Gemeinden stark gestiegen ist.
 
Pandemie setzt auch dem Seniorenbund ordentlich zu!
In den Jahren vor Ausbruch der Pandemie konnten im OÖ Seniorenbund die Mitgliederzahlen stetig gesteigert werden. Aufgrund der wenigen Möglichkeiten im Zuge der Pandemie Aktivitäten und Veranstaltungen durchzuführen, stagnierten dadurch auch die Zahlen der Neubeitritte, was dazu führte, dass insbesondere wegen der hohen Zahl an Sterbefällen die Gesamtmitgliederzahlen zurückgingen. Um die Mitgliederzahlen zu erhöhen, setzen die Funktionärinnen und Funktionäre des OÖ Seniorenbundes alles daran, noch mehr über 60-jährige Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher von einer Mitgliedschaft der Seniorenorganisation zu überzeugen. Im vergangenen Jahr konnten im Bezirk Schärding über 214 Seniorinnen und Senioren geworben werden. Besonders erfolgreich waren dabei die Ortsgruppen aus Münzkirchen und St. Marienkirchen, die 37 beziehungsweise 19 Seniorinnen und Senioren von einer Mitgliedschaft beim OÖ Seniorenbund überzeugen konnten. Damit zählt der OÖ Seniorenbund im Bezirk Schärding per 31. Dezember 2021 4342 Mitglieder, wodurch er weiterhin die Position der größten Seniorenorganisation des Bezirkes innehat. „Nach dem schwierigen Jahr 2020 freut es uns sehr, 2021 die Trendwende bei den Mitgliederzahlen geschafft zu haben und zahlreiche Neumitglieder begrüßen zu dürfen. Ich bin fest davon überzeugt, dass 2022 dieser Aufwärtstrend bei den Mitgliederzahlen anhalten wird.“, blickt der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes zuversichtlich in die Zukunft.
 
„Die Pandemie wirkte sich nicht nur auf die Mitgliederzahlen im OÖ Seniorenbund aus, sondern sie hinterlässt auch in anderen Bereichen ihre Spuren. Vor allem die Gemeinschaft und der Zusammenhalt sind Aspekte, die den OÖ Seniorenbund in besonderer Weise auszeichnen. Aufgrund der Maßnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie verhängt wurden, mussten in den vergangenen zwei Jahren viele Gelegenheiten des Zusammenkommens abgesagt werden. Genau diese Zusammenkünfte sind es aber, die den Seniorinnen und Senioren sehr wichtig sind, denn dadurch entsteht Gemeinschaft und das hat für viele Seniorinnen und Senioren einen enorm hohen Stellenwert.“, nennt Ebner die Wichtigkeit der regelmäßigen Zusammentreffen innerhalb der Ortsgruppen des OÖ Seniorenbundes.
 
Sehnsucht nach Gemeinschaft und Aktivitäten
Das bestimmende Thema für die Seniorinnen und Senioren in Schärding ist der anhaltende Mangel an sozialen Kontakten. „Aufgrund der Maßnahmen im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie sehnen sich immer mehr Seniorinnen und Senioren nach Gelegenheiten des Zusammenkommens. Als OÖ Seniorenbund im Bezirk Schärding werden wir in den kommenden Monaten vermehrt Angebote schaffen, um den über 60-Jährigen genau solche Gelegenheiten zu bieten.“, spricht der Bezirksobmann von Schärding, Bgm a.D. Otto Straßl, jenes Thema an, das die Seniorinnen aktuell am stärksten betrifft. „Damit möchten wir einen Beitrag zum Neustart des sozialen Lebens der Seniorinnen und Senioren in unserem Bezirk leisten“, so Straßl.

Foto: © OÖ Seniorenbund



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