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Stopp der Gewalt gegen Frauen!

Herausgegeben von in Politik ·
Soforthilfe: Kooperation im Zuge der Int. 16 Tage gegen Gewalt an Frauen mit Honeder Naturbackstube und SPÖ Frauen Oberösterreich.
 
Kein Tag vergeht, ohne dass einer Frau in Österreich Gewalt angetan wird. Gewalt, die verhindert werden muss. Heuer wurden bereits 29 Frauen (25.11.2021) durch Männer ermordet und weitere 51 schwer verletzt. Statistisch gesehen wird in Österreich derzeit etwa alle 5 Tage eine Frau getötet oder schwer verletzt.
 
Anlässlich der Int. 16 Tage gegen Gewalt an Frauen werden in Kooperation mit der Honeder Naturbackstube GmbH in allen 25 Linzer Zentralraumfilialen Flyer mit der Info zur Soforthilfe (telefonisch und online) für Betroffene und Bedrohte von Gewalt verteilt. „Es ist wichtig, dass die Kontakte zur Soforthilfe bei akuter Gewalt so niederschwellig wie möglich und weit verbreitet sind – es darf nicht sein, dass die Frauen nicht wussten, wo sie sich Hilfe holen können“, so SP-Landesfrauengeschäftsführerin Laura Wiednig.
 
2020 haben 26 Frauenhäuser insgesamt 2.994 Personen betreut, davon waren 1.507 Frauen und 1.487 Kinder. Gegenüber dem Jahr 2019 entspricht das bei den betreuten Frauen und Mädchen einem Rückgang von fast 10 Prozent (Quelle: Statistik der österreichischen Frauenhäuser 2020). Der Grund für den Rückgang ist auf die Covid-Pandemie zurückzuführen. Für viele betroffene Frauen war es deutlich erschwert zu flüchten, weil die Familie ständig anwesend war und weil sie stärker der Kontrolle des gewaltausübenden Partners ausgesetzt waren.
 
Oberösterreich: Neben Frauenhäuser in Linz, Vöcklabruck, Wels und der Neuerrichtung der Frauenhäuser in Ried im Innkreis und Steyr wird es in Braunau im kommenden Jahr den Spatenstich für ein weiteres neues Frauenhaus geben. Weitere Häuser wären für das Mühlviertel und Salzkammergut geplant gewesen. Bereits im Jahr 2018 wurde im Rahmen der damaligen Zuständigkeit von Landesrätin Birgit Gerstorfer für die Frauenagenden in der Oö. Landesregierung das Programm „Frauen.Leben 2030“ aufgesetzt. Während andere Ressorts wenig Engagement bei der Abarbeitung der Aufgaben gezeigt haben, hat das Sozialressort trotz knapper finanzieller Mittel ein Ausbauprogramm für Frauenhäuser in Oberösterreich realisiert. Mittels Initiativantrag hat die SPÖ die Landesregierung aufgefordert, Frauenhausplätze sowie Frauenübergangswohnungen in Oberösterreich konsequent auszubauen.
 
„Oberösterreich hinkt bei flächendeckenden Schutzangeboten noch immer hinterher. Die bereits geplanten Projekte in Steyr, Ried, Braunau, Mühlviertel und im Inneren Salzkammergut sind in den nächsten Jahren konsequent umzusetzen. Seit Jahren blockiert und verzögert die ÖVP den weiteren Ausbau in diversen Landtagsausschüssen, jetzt muss endlich ein Umsetzungs- und Finanzierungsplan vorgelegt und beschlossen werden“, verlangt SP-Landesfrauenvorsitzende Renate Heitz.
 
Die SPÖ Frauen Oberösterreich fordern insbesondere Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander auf, den von Birgit Gerstorfer eingeschlagenen Weg des Ausbaus von Gewaltschutzangeboten und Frauenhausplätzen konsequent fortzusetzten.
 
Soforthilfe für von Gewalt Bedrohte & Betroffene gibt es von Mo-So, 0 - 24 Uhr, kostenlos & anonym hier:
 
Frauenhelpline: 0800 / 222 555                                      
Männerinfo: 0800 / 400 777                                            
Polizei-Notruf: 133              

Foto: © SPÖ Oberösterreich



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